Man könnte meinen, dass die schönste Zeit des Jahres doch der Urlaub ist. Endlich ist wieder Zeit für die Familie oder die Möglichkeit in ferne Länder zu reisen. Es locken schneeweiße Strände, pulsierende Hauptstädte, interessante Kulturen und außergewöhnliche Traditionen. Doch aufgrund von Terroranschlägen, Flugzeugunglücken und hohen Lebenserhaltungskosten ist vielen Menschen die Freude auf den Urlaub im Ausland vergangenen. Das zeichnet sich auch im Bereich der Reiseaktien ab.

Buchungsanstieg für Griechenland

Ob man es glauben mag oder nicht – aber die Lust nach Griechenland zu reisen ist trotz Krisen geblieben. Das Finanzdesaster und die Schließung von zahlreichen Banken scheint die Urlauber nicht zu stören, doch warum zieht es Urlauber gerade nach Griechenland? Momentan erfreut sich Griechenland ebenso wie die Türkei an einem Tourismus-Hoch. Anders sieht es hingegen in krisengebeutelten Ländern wie Tunesien und Ägypten aus, die aufgrund von Terroranschlägen eher eine Flaute hinnehmen müssen. Schuld ist mitunter auch sicherlich der Anschlag im Jahr 2015 auf Urlauber im tunesischen Hotel Imperial Marhaba, bei dem 39 Menschen ihr Leben ließen. Auch die Unruhen in Ägypten lassen nicht nach, sodass zahlreiche Urlauber das Land meiden. Seither hagelt es Stornierungen und Umleitungen auf andere Länder.

Terror nimmt die Reiselust

Die Perspektiven der Urlauber haben sich verändert. Immer mehr Menschen bleiben im eigenen Land und reisen eher in die Berge oder an die See. Von der Tourismuskrise sind sowohl Reiseleiter als auch der Aktienmarkt betroffen. Während im April 40 Millionen Urlauber noch zwischen Europa und Asien in der Hochsaison pendelten, wurde im April des vergangenen Jahres schon ein Defizit von 28% berechnet.

In welche Aktien kann ich dann noch investieren?

Schlecht sieht es beispielsweise für Thomas Cook aus, die zahlreiche Angebote für die Türkei offerieren. Hiermit werden ca. 1/5 aller Buchungen abgedeckt. Im vergangenen Jahr wurde ein deutlicher Rückgang erkennbar, flogen ca. 28% weniger Interessierte in Richtung Süden als in den Vorjahren.

TUI hat hingegen gewonnen, konnten alternative Spitzenangebote für Spanien und Griechenland angepriesen werden. Die Nachfrage nach diesen Ländern ist auch derzeit noch groß, sodass der Reiseveranstalter in diesem Hinblick alles richtig gemacht hat.

Es ist somit klar: Die Menschen möchte sich die Vorfreude am Reisen nicht nehmen lassen – es wird allerdings ganz klar überlegt, wohin es gehen soll. Nutzen gewisse Reiseveranstalter jedoch dieses Wissen durch Umfragen und Analysen nicht, so zeichnet sich dies deutlich im Reise- und Buchungsverhalten aus. Hier können hingegen Reiseunternehmen punkten, die kreativ sind und mitdenken. Dies wird auch am Aktienmarkt erkennbar und sollte deshalb von Brokern und Tradern beobachtet werden, die Interesse an der Spekulation am Reisemarkt hegen.

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