Wanderbegeisterte, die einen Sommerurlaub in den Bergen planen, denken in erster Linie nicht an die Wachau. Die niederösterreichische Landschaft wartet jedoch mit spannenden Routen auf. Diese führen den Wanderer durch die Ebene, durch Weingärten, über kleinere Treppelwege neben der Donau sowie durch Wälder und unterschiedliche Terrains. Vielleicht entscheiden Sie sich für das Highlight der Wanderwege in der Wachau – dem Welterbesteig?

Einzigartige Wanderwege in der Wachau – Welterbesteig

Eine Besonderheit, die 2010 seine Eröffnung feierte, ist der Welterbesteig Wachau. Diese Wanderroute führt direkt von Weißenkirchen nach Spitz und ist mit der Schwierigkeit „mittel“ markiert. Mit einer Länge von 10,5 Kilometer erweist sich die Strecke nicht als zu weit. Der Welterbesteig verbindet mehrere Wanderwege, die von beiden Donauufern stammen zu einem großen Netzwerk von unterschiedlichen Wanderrouten. Insgesamt sind sie 180 Kilometer lang, unterteilt in 14 Etappen.

Eine weitere Wanderung, die den Welterbesteig verbindet, ist der Rundwanderweg von Weißenkirchen. Dieser trägt den Namen „Panoramaweg in Weißenkirchen“, weil der Wanderer von hier aus einen schönen Überblick über die angrenzende Region hat. Bei guten Wetterverhältnissen sieht der Besucher ostwärts die Donaukurve, das Stift und die Ruine Dürnstein, sowie das Stift Göttweig am rechten Donauufer. Die Wanderung ist mit einer Länge von 4 Kilometern kurz und in leichten ein bis zwei Stunden beendet.

Die Ritzlingrunde und der Kraftweg Maria Laach

Zu den Wanderwegen in der Wachau zählt die Ritzlingrunde. Diese Route markiert eine Spazierrunde durch die regionalen Weingärten. Mit einer Länge von 4 Kilometern liegt die Schwierigkeit bei der Stufe „Leicht“. Der Wanderweg führt vom Marktplatz in Weißenkirchen über einen sogenannten Weinweg mit hölzernen Wegweisern. Die Wanderung ist besonders für jene geeignet, die gemütliche Spaziergänge durch die Weingärten planen. Innerhalb dieser Route ist es möglich, auf andere Berge und Wege zu gelangen. Von hier aus marschiert der Wanderer zur alten Jochinger Ziegelbrennerei oder gelangt über weitere Weingärten nach Wösendorf.

Der Kraftweg Maria Laach ist eine Rundwanderung am Jauerling. Mit einer Länge von 1,5 Kilometer ist der Rundweg kurz sowie ideal, um die frische Luft an der Natur zu genießen. Die Wanderroute startet und endet am Marktplatz Maria Laach. Die Wanderung selbst strengt nicht an, sodass der Spaziergang in der schönen Landschaft entspannt und Kraftreserven auffüllt. Der Wallfahrtsort Maria Laach ist der höchstgelegene Ort an der gesamten Donau. Seine Besonderheit ist die Wallfahrtskirche Mariae Heimsuchung im Naturpark Jauerling-Wachau.

Wandern Sie über den Kraftweg, geben ihnen 10 verschiedene Stationen jeweils unterschiedliche Energien und Kräfte mit. Zu diesen zählen beispielsweise:

  • ein Trinkwasserbrunnen,
  • ein steinernes Tor,
  • ein Sternzeichenplatz,
  • eine Klangstation aus hohlen Stämmen,
  • die Kirche Maria Laach.

Der Jakobsweg in Österreich

Viele Christen pilgern seit dem Mittelalter zum Grab des Heiligen Jakob nach Santiago de Compostela. In der Wachau finden sich zwei weitere Teilstücke dieses berühmten Jakobswegs. Zwischen dem Stift Göttweig und dem Stift Melk führt der fast 50 Kilometer lange Weg durch Weingärten, Wälder und vorbei an verschiedenen Kulturdenkmälern von Wachau. Die Reise geht über das Stift Göttweig, über Mautern, nach Maria Langegg, durch den Dunkelsteiner Wald nach Melk.

Ein weiterer Teil des Jakobswegs leitet Sie von Melk nach Persenbeug. Dieser Streckenabschnitt ist circa 28 Kilometer lang. Er führt den österreichischen Jakobsweg entlang der Donau von Melk nach Persenbeug. Für religiöse Naturbegeisterte sowie für Genusswanderer ist dieser Pfad ein wahrer Geheimtipp. Die Wanderroute geleitet den Wanderer an prachtvollen Bauten und Schlössern vorbei: Auf Ihrem Weg streifen Sie:

  • das Stift Melk,
  • das Schloss Artstetten,
  • die Basilika Maria Taferl sowie
  • das Europaschloss Leiben.

Unterwegs ergibt sich eine wunderschöne Aussicht auf die Landwirtschaft der Wachau.

Die Wanderung zum „Seekopf“

Eine kurze aber schwere Wanderroute führt von St. Lorenz oder Oberkienstock zum Aussichtsturm „Seekopf“. Die Gehzeit beträgt circa 1,5 Stunden. Das Ziel des Weges ist der Dunkelsteinerwald am südlichen Donauufer. Um zum Aussichtsturm zu gelangen, wandern Sie die Route bergauf durch den Eichenwald über den sogenannten Steinige-Riess-Steig an der Hirschwand vorbei. Die Wanderung ist als mittel bis schwer gekennzeichnet, weil der Weg steil und steinig ist. Oben angekommen, wartet der Ausblick auf einer Aussichtswarte in 670 Metern Höhe. Von hier erhascht der Besucher einen Rundumblick über die gesamte Region.

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